VORBESTELLUNG −20 % bis Mittwoch, 4. November, 17:00 Uhr · erster Versand am Mittwoch, 4. November · ab 129 €: Versand aufs spanische Festland gratis und 4 Chorizos Criollos dazu · Zu den Grillpaketen

Große Wiedereröffnung, jetzt vorbestellen: 20 % auf alles bis Mittwoch, 4. November, 17:00 Uhr

Bestellen Sie jetzt und sichern Sie sich Ihre Stücke. Der erste Versand erfolgt am Mittwoch, 4. November mit SEUR Frío (Kühltransport), Zustellung am Folgetag (Balearen: nach zwei Tagen).

Ab 129 € Bestellwert: Versand aufs spanische Festland gratis und 4 Chorizos Criollos geschenkt.

Rückwärts garen · Grill · Kerntemperatur · Ruhezeit

Tomahawk-Steak zubereiten: rückwärts im Ofen oder auf dem Grill

Ein Tomahawk-Steak gelingt zuverlässig, wenn Sie es rückwärts garen: zuerst langsam bei 100 bis 120 °C im Ofen oder in der indirekten Zone des Grills, bis der Kern knapp 50 °C erreicht, dann 1 bis 2 Minuten pro Seite scharf anbraten und 8 bis 15 Minuten ruhen lassen. So wird es medium rare, mit 54–57 °C im Kern nach der Ruhezeit. Beim spanischen Metzger heißt das Stück ebenfalls tomahawk: ein chuletón aus der Hochrippe (lomo alto), an dem der lange Rippenknochen bleibt.

  • Das Thermometer entscheidet, nicht die Uhr
  • Blech und Grill vorher ausmessen, Knochenende in Alufolie
  • Ruhezeit 8 bis 15 Minuten, je nach Größe

Hände mit Messer und Gabel wenden dicke Chuletón-Steaks, roh und angegrillt, auf dem Rost über Holzfeuer

Warum rückwärts

Bekommt ein so dickes Rippensteak nur direkte Hitze, verbrennt die Oberfläche, bevor der Kern warm ist. Beim Rückwärtsgaren, auch Reverse Searing genannt, erwärmt sich zuerst das ganze Stück langsam und gleichmäßig, die Oberfläche trocknet ab, und zum Schluss genügt kurze, heftige Hitze für die Kruste.

Klassisch geht man umgekehrt vor: 2 bis 3 Minuten pro Seite in der sehr heißen Pfanne, danach rund 20 Minuten bei 200 °C im Ofen. Das geht schneller, aber bei dieser Hitze schießt die Kerntemperatur leicht über das Ziel hinaus.

Tomahawk-Steak über Flammen auf dem Grillrost mit Tomaten, Chili, Knoblauch und Rosmarin

An der spanischen Theke

Liegt an der Theke kein Tomahawk bereit, verlangen Sie „un chuletón de lomo alto con el hueso largo“, dick geschnitten („grueso“). Fragen Sie außerdem nach dem Tier:

  • Vaca: Kuh, älter als 48 Monate. Dunkles Fleisch, gelbes Fett, kräftiger Geschmack; es gehört medium rare auf den Teller. Mehr unter Alte Kuh (Vaca vieja).
  • Añojo: Jungrind von 12 bis 24 Monaten, mild und hellrot, in vielen Geschäften einfach ternera genannt. Es verträgt auch medium.

Vorbereitung: Platz, Temperatur, Salz

  • Platz ausmessen. Der lange Knochen macht das Stück deutlich länger als ein gewöhnliches Steak. Messen Sie vorher Backblech und Grill aus, und wickeln Sie das freie Knochenende in Alufolie, damit es nicht verbrennt.
  • Temperieren. Aus Kühlschrank und Vakuumbeutel nehmen, bei ca. 1 kg eine Stunde vorher, bei ca. 1,7 kg anderthalb bis zwei Stunden. Trocken tupfen und offen auf ein Gitter legen.
  • Salzen. Gleich beim Temperieren grobes Salz (sal gruesa) auf beide Seiten und den Fettrand streuen, rund 10 g pro Kilo. Pfeffer erst nach dem Anbraten, bei starker Hitze wird er bitter. Hintergrund: Steak: wann salzen.

Rückwärts garen im Ofen

  1. Den Ofen auf 100 bis 120 °C vorheizen und das Tomahawk auf ein Gitter über einem Blech legen.
  2. Das Thermometer seitlich in die Mitte des Fleisches stecken, ohne den Knochen zu berühren.
  3. Garen, bis der Kern den Wert aus der Tabelle erreicht; planen Sie dafür großzügig Zeit ein.
  4. Eine gusseiserne Pfanne oder Grillplatte (plancha) stark erhitzen, das Steak 1 bis 2 Minuten pro Seite und am Fettrand scharf anbraten. Wer mag, gibt zum Schluss Butter und eine angedrückte Knoblauchzehe dazu.
Garstufe In Spanien Kern vor dem Anbraten Kern nach der Ruhezeit
rare poco hecho ca. 45 °C 50–52 °C
medium rare al punto 48–50 °C 54–57 °C
medium hecho ca. 55 °C 60–63 °C

Beim Anbraten und während der Ruhezeit steigt die Kerntemperatur weiter, allein in der Ruhe um 3 bis 5 °C. Alle Garstufen mit spanischen Namen: Garstufen und Kerntemperatur.

Tomahawk grillen: erst indirekt, dann direkt

Auf dem Grill gilt dasselbe Prinzip mit zwei Zonen: viel Glut auf der einen Seite, keine auf der anderen; beim Gasgrill brennen nur die Brenner auf einer Seite. Wie das mit Holzkohle gelingt, steht im Ratgeber Holzkohlegrill anzünden.

  1. Das Tomahawk in die indirekte Zone legen, den Knochen von der Glut weg, Deckel zu. Dort bleibt es, bis das Thermometer den Wert aus der Spalte „Kern vor dem Anbraten“ zeigt.
  2. Dann 2 bis 3 Minuten hochkant auf den Fettrand über die Glut stellen, mit der Zange am Knochen gehalten.
  3. Zum Schluss flach über die Glut, 1 bis 2 Minuten pro Seite, ohne es zu verschieben.

Das gelbe Fett der alten Kuh tropft in die Glut und lässt leicht Flammen hochschlagen. Ziehen Sie das Steak dann kurz zur Seite, denn die Flammen hinterlassen Ruß auf der Kruste.

Variante: im Salzmantel

Für das tomahawk a la sal entfällt das Vorsalzen. Das temperierte Stück wird ganz mit grobem Salz bedeckt, bei ca. 1,5 kg Fleisch rund 1,5 kg Salz, und gart etwa 30 Minuten bei 250 °C indirekt im geschlossenen Grill. Dann den Kern prüfen, das Salz ganz entfernen und das Fleisch 2 Minuten über der Glut bräunen.

Vier gegrillte Tomahawk-Steaks mit Kräuterkruste ruhen auf einem Tranchierbrett aus Holz

Ruhen lassen und aufschneiden

Ein Tomahawk von ca. 1 kg ruht 8 bis 10 Minuten, eines von ca. 1,7 kg 10 bis 15 Minuten, auf einem angewärmten Brett, locker mit Alufolie bedeckt; eingewickelt weicht die Kruste auf. Dann das Fleisch in einem Zug am Knochen entlang lösen, quer zur Faser in fingerdicke Tranchen schneiden, wieder an den Knochen legen und mit Salzflocken (sal en escamas) und Pfeffer bestreuen. Mehr im Ratgeber Fleisch ruhen lassen.

Tomahawk und Chuletón für diese Methode

Das Tomahawk von der Retinto-Kuh aus der Provinz Cádiz gibt es in zwei Größen, ca. 1 kg und ca. 1,7 kg. Ohne langen Knochen gelingt das Chuletón von der Retinto-Kuh oder vom Angus, je ca. 1 kg, genauso. Derzeit läuft die Vorbestellung; erster Versand am Mittwoch, 4. November 2026.


Fragen zum Tomahawk

Welche Kerntemperatur braucht ein Tomahawk?

Für medium rare, spanisch „al punto“, 54–57 °C nach der Ruhe; rare 50–52 °C, medium 60–63 °C. Rückwärts gegart kommt es für medium rare bei 48 bis 50 °C aus dem Ofen.

Wie lange braucht ein Tomahawk im Ofen?

Das hängt von Dicke und Ofen ab, deshalb zählt das Thermometer. Klassisch bei 200 °C rechnet man mit etwa 20 Minuten, rückwärts bei 100 bis 120 °C deutlich länger.

Geht es auch nur in der Pfanne?

Nur für die Kruste. Ein Tomahawk passt in der Regel nur mit überstehendem Knochen in eine Pfanne, und ein so dickes Stück wird dort außen dunkel, bevor es innen warm ist.

Lässt sich ein Tomahawk einfrieren?

Ja, gleich nach der Ankunft, in der Vakuumverpackung. Aufgetaut wird es langsam im Kühlschrank, bei dieser Größe zwei bis drei Tage; danach trocken tupfen und temperieren.

Für wie viele Personen reicht ein Tomahawk?

Ca. 1 kg reicht für zwei, ca. 1,7 kg für drei bis vier Personen, Knochen mitgewogen.